Movie Review: Star Trek

Ich bin ja nicht wirklich ein Trekkie, aber habe brav TNG, Voyager, DS9 und auch die alten Folgen geschaut. Irgendwie waren die alle nicht so toll wie SeaQuest oder gar Babylon 5, aber das ist eine andere Geschichte. Begeistert war ich von der Figur eines Jean-Luc Picard, auch wenn die meisten anderen Figuren nur nervten. DS9 war da schmutziger und spannender, Voyager futuristischer aber jeder Spin Off war irgendwie sehenswert, mal mehr, mal weniger.

Die neue Besetzung ist toll und überzeugt und dass die special fx toll sind versteht sich von selbst. Die ständige Selbstironie ist ja witzig, nur wenn ich Sci-Fi sehen will die sich selbst dauernd auf die Schippe nimmt seh ich Firefly oder gar Futurama. Egal, einige sehr gute Lacher sind dabei. Was mich extrem störte, ist die ständige Präsenz der Offensichtlichkeit einer neu auszurichtenden Marke. Alles muss für die heutigen 14-jährigen hingetrimmt werden – darum wird die Vergangenheit über Bord geschmissen und um die Verwertbarkeit von Star Trek zu fördern bedient man sich dem bei Comics beliebten multidimensionalen Universums. Naja, man kann es ja glauben wenn man es will.

Schlimm finde ich, dass wenn früher noch versucht wurde eine Vision einer zukünftigen besseren Zivilisation mit ethischen Prinzipien zu propagieren (was natürlich auch manchmal nervte – Stichwort Oberste Direktive), dies nicht mehr zeitgemäß scheint. Vielleicht ist dies ja sogar ehrlicher, im Endeffekt geht es nur um Geld, die Vision eines Roddenberry ist wohl mit ihm gestorben, im neu eröffneten Star Trek Universum wurde die Utopie von Action abgelöst – mit dem einem kann man Gewinn maximieren, mit dem anderen eben nicht – kein Platz also für Utopien meinerseits anymore.

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